

Seit der Gründung der ersten Waldorfschule durch Rudolf Steiner 1919 versuchen alle in der Waldorfpädagogik Tätigen das Kind und den jungen Menschen in seiner Entwicklung zu erfassen und zu fördern.
Eine gesunde Leiblichkeit als Grundlage wird gefördert durch Bewegung in Spiel und Sport, durch Eurythmie und Zirkus, durch die innovative Konzeption des "bewegten Klassenzimmers" in den unteren Klassen und durch handwerklichen Unterricht und Praktika in der Oberstufe.
Ebenso wichtig ist die seelische Förderung. Sie geschieht durch Ausbildung der Phantasie, durch bildhaften Unterricht in vielen Fächern und durch das breite künstlerische Angebot. Soziale Fähigkeiten werden ebenso bewusst in den Blick genommen.
Auf einer gesunden leiblich-seelischen Grundlage kann sich die intellektuelle Entwicklung entfalten, gefördert durch die klassischen Schulfächer in einem Klassenverband, der über 12 Schuljahre erhalten bleibt und kein Sitzenbleiben kennt. Vielfältige Teilungen der Klassen helfen zur individuellen Förderung.
Methodisch ist der Unterricht eng an der Entwicklungsstufe des Lebensalters orientiert. Durch Berücksichtigung ihrer individuellen Fähigkeiten werden die Schüler und Jugendlichen gerüstet, um als initiative Menschen ihre eigene und die gesellschaftliche Zukunft gestalten zu können.